Anleitung zum Einkochen – so gelingt dir das Einmachen in 10 Schritten

Du möchtest Lebensmittel haltbar machen? Dann bist du hier genau richtig, denn in den folgenden 10 Schritte zeige ich dir, wie du erfolgreich mit dem Einkochen startest. Wenn du dieser Anleitung zum Einwecken folgst, steht dir nichts mehr im Wege, um erfolgreich Lebensmittel über längere Zeiträume haltbar zu machen.

Bist du noch komplett neu in diesem Thema, dann solltest du den folgenden Absatz unbedingt lesen. Im Grunde ist Einwecken eine Möglichkeit, um verderbliche Lebensmittel über einen langen Zeitraum haltbar zu machen. Hierfür gibst du vorbereitete Lebensmittel in ein Einweckglas und kochst diese unter Berücksichtigung einer fest definierten Zeit und Temperatur ein. Die besten Einkochergebnisse erzielst du mit einem Einkochautomaten. Bist du dir noch nicht sicher, ob das Einkochen überhaupt etwas für dich ist, kannst du auch mit einem Kochtopf loslegen, doch die Ergebnisse sind erfahrungsgemäß einfach schlechter. Immerhin übernimmt der Einkochautomat die Überwachung der Temperatur sowie der Einkochzeit für dich.

Die passende Einkochzeit und Temperatur sind besonders wichtig – hierauf gehe ich in meiner Anleitung zum Einkochen etwas detaillierter ein. Aber soviel sei verraten: die richtige Temperatur und Zeit sind wichtig, um Bakterien und Sporen in den Lebensmitteln zu abzutöten. Außerdem entweicht durch die hohe Temperatur die Luft aus den Gläsern und es entsteht ein Vakuum. Ohne Bakterien und Luft sind deine Lebensmittel geschützt und können sich über Jahre halten.

Das ist natürlich nur eine grobe Zusammenfassung und die folgenden Schritte zeigen dir, wie auch die das Einkochen gelingt. Wenn du Lust hast, kannst du dich in meinem Newsletter eintragen und somit diese Einkoch-Anleitung als PDF erhalten – glaube mir, es lohnt sich wirklich.

Natürlich stehe ich dir auch jederzeit für Fragen rund um das Einkochen zur Verfügung. Schreib deine Fragen einfach in die Kommentare und ich werde dir so schnell wie möglich antworten.

Schritt 1: Der Start meiner Anleitung – Weckgläser, Deckel und Gummiringe vor dem Einkochen kontrollieren

Im ersten Schritt dieser Anleitung zum erfolgreichen Einkochen werfen wir einen Blick auf unsere Gläser. Bevor du mit dem Einkochen startest, solltest du immer deine Gläser, Deckel und Gummiringe untersuchen. Warum fragst du dich? Deine Lebensmittel befinden sich in dem Glas und sollten daher keine Fehler oder Macken haben. Sollte beispielsweise ein Glas oder ein Deckel über Unebenheiten verfügen oder gar kaputt sein, kann das Glas nicht mehr richtig abdichten. Im Ergebnis erreichst du nicht dein Ziel und die Lebensmittel verderben im Einmachglas. Im schlimmsten Fall zerspringt sogar das Glas und stellt ein gesundheitliches Risiko für dich und deine Familie dar.

Außerdem solltest du stets einen Blick auf deine Gummiringe werfen. Oftmals höre ich von Leuten, die sich über ihre schlechten Ergebnisse beschweren. Nicht selten sind die verwendeten Gummiringe daran schuld. Alte, poröse und abgenutzte Gummis dichten einfach nicht mehr gut ab und lassen Luft und Wasser in das Innere deines Glases. Und glaub mir, wenn ich sage, dass kaputte Gummiringe wirklich ärgerlich sind. Insbesondere dann, wenn du auf den Preis der Ringe achtest. Ein 10er Pack neuer Ringe bekommst du bereits ab 3 Euro.

Wenn du auf der Suche nach guten Einmachgläsern bist, dann solltest du einen Blick auf die Produkte von WECK werfen. Nicht nur ist WECK der Marktführer bei den Einkochautomaten, sondern auch Erfinder des Einkochens. Zwar kannst du auch auf normale Gläser mit Schraubverschluss setzen, diese werden als Twist-off-Gläser bezeichnet, doch aus Erfahrung ist das Sicherungssystem bei richtigen Einkochgläsern viel besser. Mehr zum Thema Einkochgläser liest du hier.

Die passende Grundausstattung bei den Weckgläsern

Hast du aktuell noch keine passenden Einkochgläser, dann solltest du dir vorher bereits die passenden Gläser anschaffen. Hier gibt es auch keine pauschalen Empfehlungen, denn die passenden Gläser hängen von deinen eigenen Vorhaben ab.

Meine Empfehlung
WECK WAT15 Einkochautomat

Produkteigenschaften

Perfekt für Marmelade, Soßen und Dips
Schönes Glasdesign in Tulpenform
Sehr stabiles Glas
12 Gläser mit Klammern und Dichtungen
Genormte Ersatzteile

Nichtsdestotrotz möchte ich dir an dieser Stelle erklären, welche Gläser ich gerne verwende. Persönlich mag ich die 500 ml Gläser von WECK, da diese genau die richtige Größe für eine Portion haben. So kann ich einfach und schnell leckeres Obst, Gemüse oder ganze Gerichte haltbar machen. Wenn ich eine Suppe einkoche, dann nutze ich gerne die 1.000 ml Gläser von WECK. Diese Portionsgröße ist perfekt für mich und meinen Freund. Bei Marmelade, Gelee oder Mus mag ich die 220 ml Tulpengläser. Diese sehen nicht nur wirklich schön aus, sondern haben auch eine perfekte Größe. Außerdem sind diese eingekochten Leckereien perfekt zum Verschenken.

Schritt 2: Die Hygiene – der Bestandteil einer jeden guten Anleitung zum Einkochen

Nach der Kontrolle deiner Gläser solltest du auch darauf achten, dass du hygienisch arbeitest. Die Hygiene betrifft nicht nur deine Arbeitsutensilien, sondern auch deinen Arbeitsplatz. Außerdem solltest du jedes Mal deine Weckgläser vor dem Gebrauch heiß auswaschen und auf einem Küchentuch trocknen.

Einen Tipp, den ich dir nicht vorenthalten möchte betrifft die Gummiringe. Lege diese vor der Anwendung für 3 bis 4 Minuten in ein heißes Wasserbad und gib unbedingt einen Schuss Essig mit dazu. Auf diese Weise werden die Gummis sehr geschmeidig und dichten perfekt ab. Nach dem Essigbad solltest du die Ringe jedoch abspülen und bis zur Verwendung in einem warmen Wasserbad aufbewahren.

Auch deine Weckgläser sollten stets sauber sein. Immerhin möchtest du durch das Einkochen ungewollte Keime und Sporen abtöten. Hast du einen Geschirrspüler, dann kannst du die Weckgläser einfach damit waschen. Gleiches gilt für die Twist-Off-Gläser. Achte bei diesen aber darauf, dass du die Deckel per Hand abwäscht, da diese im Geschirrspüler Flugrost bekommen können. Hast du keinen Geschirrspüler, kannst du natürlich auch einfach per Hand abwaschen.

Sollten deine Lebensmittel in einem der Gläser mal geschimmelt haben, dann musst du diese unbedingt sehr sorgfältig reinigen. Hierfür kannst du entweder Reinigungsalkohol nehmen oder die Gläser bei 100 Grad im Kochtopf abkochen. Nach rund 3 Minuten im kochenden Wasserbad sollten die Sporen beseitigt sein.

Schritt 3: Die Wahl der richtigen Lebensmittel

Im Grunde solltest du natürlich immer frische Lebensmittel verwenden. Solltest du allerdings abgelaufenes Obst, Gemüse oder Fleisch verwenden ,im schlimmsten Fall bereits mit Schimmelbefall, ändert auch das Einkochen nichts an dieser Tatsache.

Frische Lebensmittel
Frische Lebensmittel – ein Grundstein meiner Anleitung zum Einkochen

Meine Empfehlung: Wenn du einen Garten hast und selbst erntest, dann verarbeite die Lebensmittel möglichst schnell. Wenn du Reste oder Produkte aus dem Supermarkt einmachst, dann kontrolliere diese zusätzlich auf Schimmelstellen. Grundsätzlich gilt auch, dass du die Lebensmittel vor der Verarbeitung gründlichst reinigen solltest.

Außerdem solltest du einige Lebensmittel dringend vermeiden, da diese dein Einkochergebnis negativ beeinflussen. Mehr hierzu erfährst du im folgenden Beitrag.

Schritt 4: Geheimtipp der Anleitung – Einkochgläser nicht überfüllen

Ein weiterer Tipp dieser Anleitung, der deine Ergebnisse verbessern wird: lasse in deinen Gläsern mindestens 2 cm Luft bis zum Rand. Diesen Abstand solltest du unbedingt beachten, da deine Lebensmittel im Einkochautomaten auch kochen – und hierfür brauchen die Lebensmittel etwas Platz. Lässt du nicht ausreichend Platz, können deine Gläser im schlimmsten Fall platzen.

Außerdem braucht es für ein Vakuum auch etwas Luft zum Verdrängen. Bitte achte jedoch stets auf die Angaben in den Rezepten. Wenn du beispielsweise einen Kuchen oder ein Brot einmachst, solltest du stets mehr Platz lassen.

Schritt 5: Einkochtrichter verwenden und Glasrand sauber halten

Wir haben im ersten Schritt dieser Anleitung zum Einkochen bereits festgehalten, dass die Gläser keine Unebenheiten haben dürfen. Eine solche Unebenheit muss aber nicht aus einem Verarbeitungsfehler resultieren, sondern kann das Ergebnis eines dreckigen Glasrandes sein.

Wenn dir Lebensmittel auf den Glasrand fallen, dann kann dies schon ausreichen, um Luft oder Wasser in das Glas eindringen zu lassen. Grundsätzlich empfehle ich dir die Verwendung eines Einfülltrichters. Dieser erlaubt ein sauberes einfüllen und schützt den Rand. Sollte die allerdings mal etwas auf das Glas kommen, dann kannst du einfach ein sauberes Tuch verwenden und die Rückstände sorgfältig entfernen.

Schritt 6: Weckgläser stets ordentlich abschließen

Nachdem du nun deine Lebensmittel in dein Weckglas gegeben hast, auf ausreichend Platz geachtet und dafür gesorgt hast, dass der Rand sauber ist, geht es nun an den Verschluss des Glases. Wenn du ein richtiges Weckglas verwendest, dann musst du nun einen der zuvor genannten Gummis auf den sauberen Glasdeckel auflegen. Nun legst du den Deckel mitsamt des Gummirings auf das Weckglas.

Nun kannst du die zwei Federklammern zur Befestigung des Deckels verwenden. Achte hier stets darauf, dass die Klammern nicht an die Lasche des Gummis kommen. Gucke zudem, dass der Gummiring an keiner Stelle verdreht ist. Außerdem solltest du für einen perfekten Halt darauf achten, dass sich beide Federklammern direkt gegenüberstehen.

Die Federklammern von Weck lassen sich sehr einfach befestigen. Du musst lediglich die Klammer in die Stapelvertiefung des Deckels ansetzen und anschließend mit etwas Druck nach unten führen. Wenn du alles richtig machst, merkst du, dass der Deckel mit einem sanften Druck an das Glas gepresst wird.

Schritt 7: Das Einkochen – Der wichtigste Teil der Anleitung

Da wir mit der Vorbereitung unserer Weckgläser fertig sind, gehen wir nun über zum Einkochen. Hier profitierst du, wenn du einen Einkochautomaten verwendest. Solltest du auf einen Einkochtopf setzen, dann kaufe dir unbedingt vorher ein Gitter, um die Gläser hier raufzustellen. Sollten die Gläser direkten Kontakt mit dem Boden haben, kann es schnell zu Schäden am Glas kommen. Ein gut gemeinter Tipp meinerseits: die Gläser können sich in deinem Einkochtopf ruhig berühren – hier passiert nichts. Zudem kannst du alle Gläser stapeln. Auf diese Weise sparst du dir etwas Zeit.

Einkochen Animation
Die wichtigsten Schritte zum erfolgreichen Einkochen

Ich persönlich stelle gerne die Gläser in den Topf und befülle diesen dann mit Wasser. Anschließend nehme ich die Gläser raus und bringe das Wasser zum Kochen. Ich gehe diesen Weg, um dafür zu sorgen, dass ich die passende Wassermenge verwende. Du solltest unbedingt darauf achten, dass mindestens ¾ des obersten Glases mit Wasser bedeckt sind. Hast du ein Glas mit einer Gummidichtung und mit Federklammern, dann brauchst du dir auch keine Sorgen über eintretendes Wasser machen.

Bringe nun das Wasser zum Kochen. Mein Einkochautomat, der Klarstein Lady Marmelade, gibt mir durch einen akustischen Signalton zu verstehen, wenn das Wasser kocht und ich den Inhalt einbringen kann. Mache Köche erwärmen das Wasser mitsamt der Gläser. Aufgrund der fixen Einkochzeiten würde ich diesen Weg allerdings nicht empfehlen.

Mein Tipp bei kalkhaltigem Wasser

Wenn du besonders kalkhaltiges Wasser hast, dann kannst du einfach einen Schuss Essig in den Einkochtopf geben. Auf diese Weise vermeidest du ungewollte Essigablagerungen auf deinem Einkochglas.

Schritt 8: Hole die Gläser aus dem Einkochautomaten und lasse diese 24 Stunden abkühlen

Sobald die Einkochzeit abgelaufen ist, müssen die Gläser sofort aus dem Wasserbad. Um Verbrennungen zu vermeiden, solltest du unbedingt einen Glasheber verwenden. Die heißen Gläser stelle ich immer auf ein Holzbrett, welches mit einem einfachen Küchenhandtuch bedeckt ist.

Jetzt lässt du die Gläser für 24 Stunden abkühlen. Erst im Anschluss entfernst du die Federklammern. Machst du dies vorher, kann es sein, dass noch kein Vakuum entstanden ist. Jetzt kannst du die Probe aufs Exempel machen und die Gläser an ihrem Deckel anheben – die Rede ist vom sogenannten Deckel-Test. Auch hier solltest du stets eine Hand so halten, dass du das fallende Glas auffangen kannst. Sollten die Deckel halten, dann hat sich ein Unterdruck im Innern des Glases gebildet und das Einkochen war erfolgreich.

Hat das Einkochen nicht funktioniert, hast du jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder du versuchst es erneut oder du isst deine Lebensmittel einfach auf. Bitte achte auch darauf, ob Flüssigkeit ins Innere gedrungen ist. Ein kleiner Tipp, wenn du Weckgläser verwendest: Die Lasche des Gummirings neigt sich nach unten, wenn sich ein Vakuum gebildet hat.

Schritt 9: Gläser beschriften

Im neunten Schritt dieser Anleitung wollen wir die eingekochten Lebensmittel nun für die Lagerung vorbereiten. Eine gute Beschriftung ist wichtig, denn nach einigen Monaten wird es schwer fallen, die eingemachten Lebensmittel richtig zu unterscheiden.

Zimt Zwetschgen einkochen
Leckere Zimt Zwetschgen eingekocht

Einige Köche schreiben einfach den Namen des Gerichts auf das Glas. Andere verwenden dahingegen Etiketten. Letztere sind natürlich schöner und machen das eingekochte Essen zum optischen Highlight. Eine pragmatischere Lösung für Hobbygärtner und Wochenmarktjunkies sind Etikettiergeräte. Hier kannst du über eine Tastatur einfach die richtige Beschriftung am Gerät wählen und sofort ausdrucken.

Beim Etikettieren solltest du immer darauf achten, dass sich alle Kleber problem- und rückstandlos entfernen lassen. Leimreste können ärgerlich sein und ganze Gläser verunstalten.

Schritt 10: Gläser richtig lagern

Der letzte Schritt meiner Einkoch-Anleitung dreht sich um die richtige Lagerung. Wer sein eingewecktes über Jahre hinweg sicher lagern möchte, sollte einen Keller besitzen. Doch auch andere Räume, die eine dunkle, trockene und kühle Lagerung ermöglichen eignen sich hierfür perfekt. Ich persönlich habe keinen Kellerraum und lagere mein Einwecktes einfach in einer kleinen Abstellkammer. Zwar kann ich die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit nicht anpassen, doch durch das Verstauen in Schränken kann ich die Lebensmittel von Sonneneinstrahlung schützen.

Sollten deine Umgebungsbedingungen nicht immer perfekt sein, ist das kein Problem. Sei dir allerdings bewusst, dass es zu Verfärbungen beim Essen kommen kann. Außerdem solltest du bei nicht optimaler Lagerung einfach darauf achten, dass du die Lebensmittel zwischendurch aufbrauchst.

Nicht sicher, ob das Einkochte noch gut ist?

Nun kommen wir zu dem Punkt, an den wohl jeder von uns einmal angelangt. Zwar kannst du alle deine Weckgläser mithilfe meiner Anleitung sicher und gut verschließen, doch nach einiger Zeit stellt sich auch hier die Frage, ob die Lebensmittel noch immer gut sind. Hier gibt es zwei gute Möglichkeiten, um zu überprüfen, ob die Lebensmittel verdorben sind:

  1. Der Deckel-Test: Wie wir in Schritt 8 der Einkoch-Anleitung gelernt haben, bildet sich durch das Einkochen ein Vakuum. Durch das Verdrängen von Luft können sich Bakterien und Sporen im Glas nicht verbreiten und die Lebensmittel werden haltbar. Sobald frische Luft in das Glas gelangt, verschwindet auch das Vakuum. Dementsprechend ist der Deckel in diesen Fällen locker.
  2. Der Plopp-Test: Der zweite Test sollte ebenfalls jedem bekannt sein, der bereits etwas Eingewecktes gegessen hat. Dieser Test funktioniert nur, wenn du richtige Einkochgläser verwendest und gehört einfach in jede gute Einkoch-Anleitung. Sobald du die Lasche des Gummirings ziehst, ertönt ein lautes „Plopp“-Geräusch. Grund hierfür ist das Einströmen frischer Luft und das Auflösen des Vakuums. Hörst du dieses Plopp nicht, dann ist womöglich etwas im Argen. Bei Twist-Off-Gläsern gibt es ebenfalls ein Plopp-Geräusch beim Öffnen. Außerdem kannst du schauen, ob der Deckel eine Wölbung nach Innen hat. Sollte sich der Deckel bereits nach Außen wölben, dann ist das Essen höchstwahrscheinlich verdorben.

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