Kartoffeln einkochen – mein Geheimtipp für den Alltag

Im September ist die Kartoffelernte angesagt. Doch was machst du mit deinen Erdäpfeln, wenn du einfach zu viel angebaut hast? Ja, Kartoffeln lassen sich bei den passenden Bedingungen sehr lange lagern, doch nicht jeder kann Kartoffeln lange aufbewahren, ohne das diese austreiben.

Da ich weder einen dunklen Keller, noch eine Garage habe, habe ich nach Möglichkeiten gesucht, um meine Kartoffelernte haltbar zu machen. Die passende Lösung habe ich im Einkochen gefunden. In diesem Beitrag erkläre ich dir alles rund um das Thema Kartoffeln einkochen.

Warum sollst du Kartoffeln einkochen?

Um ehrlich zu sein, Kartoffeln einkochen klingt im ersten Moment etwas merkwürdig. Es gibt so viele verderbliche Gemüsesorten und gerade die Erdäpfel kann man bei der richtigen Lagerung recht lange aufbewahren. Allerdings habe ich zu Hause weder einen Keller, noch einen dunklen und kühlen Raum. Dementsprechend sind bei uns die Kartoffeln vergleichsweise schnell am Keimen.

Dies ist auch einer der Gründe, weshalb wir in den letzten Monaten immer weniger Kartoffeln gegessen haben. Doch damit ist jetzt Schluss, denn das Einkochen von Kartoffeln hat für uns gleich mehrere Vorteile. Durch das Einkochen werden die Kartoffeln bereits vorgekocht. Wir können diese einfach aus dem Glas entnehmen und sofort weiterverarbeiten.

So können wir auch nach einem stressigen Arbeitstag eine Portion Kartoffeln genießen, ohne diese vorher zu schälen und zu kochen.

Viele Kartoffeln bei der Kartoffelernte
Viele frischen Kartoffeln aus eigener Ernte

Außerdem sind wir Fans von Bratkartoffeln und diese schmecken mit bereits gekochten Kartoffeln einfach besser. Wenn wir Bratkartoffeln essen, dann nehmen wir uns ein Glas der eingekochten Knollen, schneiden diese in Scheiben und braten diese an. So sparen wir im Alltag wirklich viel Zeit.

Zu Beginn waren wir etwas skeptisch, ob das Einwecken von Kartoffeln wirklich das Richtige für uns ist. Allerdings haben die Kartoffeln nach der Einkochzeit genau die richtige Konsistenz. Im Folgenden zeige ich dir, wie auch dir die perfekten Kartoffeln im Einkochautomat gelingen.

Hast du noch keinen Einkochautomat, dann wirf gerne einen Blick auf meinen Einkochautomat Vergleich. Hier habe ich unterschiedliche Modelle getestet und zeige dir, welche Modelle am besten sind.

Was brauchst du zum Einkochen?

Das Einkochen von Kartoffeln lohnt sich vor allen Dingen, wenn du wirklich viele Erdknollen hast. Ich persönlich verwende hierfür nur festkochende Kartoffeln. Bist du eher ein Fan von mehlig kochenden Kartoffeln, dann solltest du diese nicht ganz so lange einkochen.

Außerdem solltest du genügend Weckgläser besitzen. Ich kann dir wärmstens die 1 L Weck Einmachgläser empfehlen. In diese passt genau eine Portion für zwei Personen rein. Außerdem sind die Gläser von WECK wirklich gut, wenn du deine Einkochgläser in einem Schrank stapeln willst. Durch eine Aussparung im Deckel, in welche ein weiteres Weckglas passt, ist das Stapeln besonders einfach und sicher.

Außerdem brauchst du einen Kartoffelschäler, hier vertraue ich auf ein Modell aus dem Hause Victorinox. Alternativ kannst du natürlich auch ein Schälmesser verwenden. Auch hier habe ich super Erfahrungen mit den Modellen von Victorinox gemacht.

Des Weiteren brauchst du ein großes Sieb, um die geschälten Kartoffeln von Schmutz zu befreien und ausgetretene Stärke etwas abzuwaschen. Schlussendlich kannst du deine Kartoffeln noch in eine passende Größe schneiden. Ich persönlich lasse meine eingekochten Kartoffeln einfach in ihrer ursprünglichen Form. So kann ich zu einem späteren Zeitpunkt noch entscheiden, wie ich diese verarbeite.

So bereitest du alles für das Einkochen vor.

Bevor wir mit dem Einkochen loslegen können, müssen wir die Kartoffeln schälen. Bitte achte darauf, dass du etwaige Druckstellen herausschneidest. Das verarbeiten schlechter Kartoffeln ist ein typischer Fehler beim Einkochen und kann zu schlechten Ergebnissen führen. Nach dem Waschen deiner Kartoffeln kannst du diese in eine passende Form schneiden.

Geschälte Kartoffeln im Sieb
Die Kartoffeln schälen und in die gewünschte Form bringen

Im Anschluss kannst du deine Weckgläser vorbereiten. In meiner großen Anleitung zum Einkochen zeige ich dir ganz genau wie das Einkochen funktioniert. Wenn dir meine kurzen Schritte nicht ausreichen, wirf doch gerne einen Blick in meine oben verlinkte Anleitung.

  1. Die Weckgläser unter heißem Wasser reinigen oder in den Geschirrspüler geben
  2. Gummiringe in ein heißes Wasserbad legen
  3. Die vorbereiteten Kartoffeln ins Glas geben
  4. Wasserlacke vorbereiten – pro Liter Wasser 1 Teelöffel Salz
  5. Das befüllte Glas mit Wasser befüllen. Achte bitte darauf, dass 2 – 3 cm Luft bis zum Rand bleiben
  6. Wische nun die Ränder der Gläser ab. Bitte achte darauf, dass diese trocken sind
  7. Nimm die Gummiringe aus dem Wasser und wische sie trocken. Jetzt kannst du eine Seite leicht befeuchten
  8. Pack den Gummiring auf den Deckel des Glases. Achte darauf, dass kein Gummi verdreht ist
  9. Lege den Deckel mitsamt des Gummis auf das Glas
  10. Befestige den Deckel mit den Federklammern am Glas

„Tipp: lasse deine Kartoffeln vor dem Einkochen 1 – 2 Stunden im Wasserbad liegen. So wird die Stärke ausgeschwemmt und du brauchst dir keine Sorgen über trübes Wasser im Glas zu machen.“

Kartoffeln einkochen – so gelingen dir die perfekten Kartoffeln

Jetzt machen wir uns an das Einkochen der Kartoffeln. Da die Weckgläser nun vorbereitet sind, können wir direkt mit dem Einkochen loslegen.

Jetzt kannst du deine eingekochten Kartoffeln nach Herzenslust verwenden. Du brauchst dir bei einem schnellen Gericht keine Gedanken mehr über das Zubereiten der leckeren Beilage machen, sondern kannst schnell und einfach die vorbereiteten Kartoffeln verwenden. Besonders lecker sind hier natürlich eigens angebaute Kartoffeln oder frische Erdäpfel vom Wochenmarkt.

6 Gedanken zu „Kartoffeln einkochen – mein Geheimtipp für den Alltag“

    • Hallo Eva, entschuldige das ich dir erst jetzt antworte, dein Kommentar ist bei mir irgendwie untergegangen. Also theoretisch sind die Kartoffeln für „immer“ bzw. sehr lange haltbar. Allerdings würde ich sie nicht länger als 1 Jahr im Glas lassen und sie spätestens dann verwenden, da sie einfach unansehnlich werden und meiner Meinung nach den Geschmack verlieren.
      Ich hoffe ich konnte dir helfen.
      Liebe Grüße Cindy

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    • Hallo Traude, bei Gemüse musst du 120 Minuten einkochen bei 100 Grad. Habe ich gerade im Artikel mal hinzugefügt. 🙂

      Viele Grüße
      Cindy

      Antworten
    • Hallo Ria,

      Kartoffeln kannst du auch im Schnellkochtopf einkochen. Die Kartoffeln solltest du bei 120°C (2. Ring) für 25-30 Minuten einkochen. In meiner Einkochtzeitentabelle habe ich das ganze unten bei „Einkochen im Schnellkochtopf“ unter Gemüse untergeordnet 🙂

      Viele Grüße
      Cindy

      Antworten

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