Mit diesen Techniken kannst du Lebensmittel haltbar machen

Mit großen Schritten bewegen wir uns Richtung Winter. Wer einen Garten hat, kann das letzte Obst und Gemüse noch ernten und verbrauchen. Allerdings müssen wir auch in der kalten Jahreszeit nicht auf leckere und vitaminhaltige Lebensmittel verzichten. Das Gute ist, dass sich fast alle Lebensmittel haltbar machen lassen.

Die wohl bekannteste Art des Haltbarmachens ist das Einkochen – das eigentliche Thema dieses Blogs. Allerdings gibt es auch andere Mittel und Wege, um Lebensmittel wie Zucchini, Tomaten, Paprika und Co. haltbar zu machen.

Im Folgenden Artikel möchte ich dir die anderen Arten des Haltbarmachens vorstellen und aufzeigen, welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen. Über das Menü kannst du auch direkt zur passenden Stelle springen.

1. Omas Klassiker: Das Einkochen

Das Einkochen ist die wohl bekannteste Art, um Lebensmittel haltbar zu machen. Bereits unsere Großeltern haben Lebensmittel in Einmachgläsern konserviert und somit im Sommer Vorräte für die Wintermonate vorbereitet.

Ich mag das Einkochen. In den Frühlings- und Sommermonaten kann ich in meinem Kleingarten leckeres Gemüse und Obst heranziehen. In der Erntesaison verarbeite ich dieses zu einem Großteil. Einerseits essen wir einfach frische Tomaten, Gurken, Salate und Beeren. Andererseits koche ich einen Großteil meiner Ernte ein.

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Dabei habe ich vor einigen Jahren mit einen Twist-Off-Gläsern und einem Kochtopf losgelegt. Inzwischen habe ich mich etwas professionalisiert. Was ich damit meine? Ich habe mir einen Einkochautomat und hochwertige Einkochgläser zugelegt.

Fragst du dich, was mich am Einkochen reizt? Ich finde es einfach schön, wenn ich selbstgeerntete Lebensmittel verwenden kann. Und es ist so praktisch, wenn man eine selbstgemacht Tomatensauce verwenden kann, um ein leckeres Nudelgericht zu kochen.

Das einzige Problem beim Einkochen ist der Platz. Als wir in unsere neue Wohnung zogen, dachten wir nicht, dass wir jemals Platzprobleme bekommen. Inzwischen sieht es etwas anders aus. Unser Regal mit eingekochten Lebensmitteln ist quasi immer voll. Inzwischen lagern wir einen Großteil der Lebensmittel auch in einem Regal im Keller – hier bleibt das Eingekochte besonders lange haltbar.

Im Grunde kannst du alles Einkochen. Es gibt nur wenige Fehler, die du dringend vermeiden solltest. So gibt es einfach Lebensmittel die nicht einkochbar sind oder Zutaten, die deinen Erfolg mit Sicherheit verhindern.

Ganz wichtig ist mir auch der Hinweis, dass man Fleisch am besten in einem Pressure Canner einkocht. In diesem Unterdruck lässt sich das Wasser auf bis zu 120 °C erhitzen. Dies ist laut den Angaben des Bundesministeriums für Ernährung die einzig sichere Methode zum Fleisch einkochen. Bei 120 °C sterben auch die letzten Botulismus-Bakterien ab.

2. Wieder voll im Trend: haltbar machen durch Fermentieren

Eine weitere bekannte Methode, um vor allen Dingen Gemüse haltbar zu machen, ist das Fermentieren. Aus meiner Sicht ist das auch eine der besten Techniken, um Gemüse zu konservieren, ohne die Vitamine zu zerstören.

Wenn ich jetzt vom Fermentieren schreibe, dann werden sicherlich viele von euch gleich an Sauerkraut denken. Und ja, Sauerkraut ist eigentlich nichts weiter, als haltbar gemachter Weißkohl. Natürlich ist Sauerkraut nicht die Leibspeise jedes Menschen, doch eines ist klar – Sauerkraut ist sehr gesund.

Gemüse fermentieren
Gemüse in Bügelgläsern fermentieren

Im Gegensatz zum Einkochen müssen wir beim Fermentieren das Lebensmittel nicht auf 100 °C erhitzen. Somit bleiben die Vitamine und Spurenelemente im Gemüse enthalten. Auch den Vergleich zum frischen Gemüse entscheidet fermentiertes Gemüse klar für sich. Warum? Beim Fermentieren produzieren die Milchsäurebakterien, welche die Lebensmittel überhaupt erst haltbar machen, noch mehr Vitamine.

Das heißt, dass länger gelagertes Gemüse noch vitaminreicher als die frische Ernte ist. Außerdem kannst du deine fermentierten Lebensmittel auch ungekühlt lagern. So bewahren wir unsere Fermente einfach im Küchenschrank auf und hatten bisher nie Probleme.

3. Lebensmittel dörren und trocknen

Wenn ich jemanden erzähle, dass ich regelmäßig Lebensmittel dörre oder trockne, ernte ich im ersten Moment etwas skeptische Blicke. Wer aber als Kind mit seinen Eltern in den Pilzen war, dürfte schnell gelernt haben, dass getrocknete Pilze besonders lange haltbar sind. Und auch im Supermarkt kosten getrocknete Äpfel, Aprikosen und Mangos ein Vermögen.

Tomaten und Knoblauch dörren
Tomaten und Knoblauch beim Dörren

Zu Beginn habe ich vor allen Dingen Kräuter und Gewürze getrocknet. So habe ich etwa Petersilie, Rosmarin oder Schnittlauch gedörrt und anschließend zerkleinert. Natürlich kannst du auch Basilikum, Minze oder Salbei aufhängen und über einige Wochen trocknen lassen. Wie immer führen hier viele Wege zum Ziel. Ich stelle mir inzwischen meine eigene Brühe her und gehe auf diese Art sicher, dass dort keine ungewollten Inhaltsstoffe enthalten sind.

Auch Pflaumen, Äpfel, Pilze, Zitronen und Orangen sind inzwischen nicht mehr sicher und landen in Dörrautomat. Wenn du etwa Zitronen und Ingwer dörrst, kannst du dies später für einen leckeren Tee verwenden. Auch selbstgemachte getrocknete Mangos oder leckeres Fruchtleder sind kein Problem im Dörrautomat.

Etwas skeptischer stehe ich dem Dörren im Backofen gegenüber. Einerseits müsst ihr hier mit einem extremen Stromverbrauch rechnen. Andererseits habe ich mich damals daran versucht und bin kläglich gescheitert. Meine gedörrten Lebensmittel enthielten am Ende noch immer zu viel Wasser und sind geschimmelt.

4. Lebensmittel natürlich haltbar machen

Andere Lebensmittel wie Nüsse, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch oder Kürbisse lassen sich recht einfach und ohne weitere Verarbeitung haltbar machen. Diese kannst du einfach an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahren.

Wir lagern unsere Kartoffeln nach der Ernte beispielsweise immer in einem Sack und lagern diese dann im Keller. Auch bei Zwiebeln und Kürbissen funktioniert das einfach perfekt. Unseren Knoblauch fassen wir nach der Ernte immer zu Bündeln zusammen und hängen diesen im Gewächshaus auf. Hier kann der Knoblauch durchtrocknen. Auf diese Weise lässt sich Knoblauch bis zu einem Jahr aufbewahren – bei uns funktioniert das allerdings nicht, da er bereits vorher leer ist.

Eine andere Möglichkeit ist das Einmieten. Vielleicht kennst du diese Art des Haltbarmachens noch von deinen Großeltern. In einer Erdmiete, beispielsweise einem Wäschekorb, kannst du etwa Wurzelgemüse in Sand einschlagen. Hierfür muss lediglich der Wäschekorb in die Erde eingegraben werden. So lassen sich etwa Kartoffeln oder Möhren besonders lange frischhalten.

5. Lebensmittel einfrieren und bei Bedarf verzehren

Auch das Einfrieren ist ein Klassiker zum Haltbarmachen von Lebensmitteln. Ich persönlich nutze diese Art des Konservierens allerdings sehr selten. Mein Freund friert dahingegen quasi alles ein, insbesondere Obst und Gummitiere.

Im Alltag frieren wir vor allen Dingen Fleisch und in seltenen Fällen auch Obst oder Gemüse ein. Dabei befinden sich in unserem Gefrierschrank eher Reste bereits fertiger Gerichte, gekaufte Gemüsemischungen und Fleisch. Im Sommer haben wir auch immer selbstgemachtes Eis und Beerenmischungen im Gefrierschrank.

Was mich beim Einfrieren etwas stört, ist das ich nicht so schonend wie die Industrie vorgehen kann. Dort werden Lebensmittel einfach schockgefrostet. Wenn wir etwas einfrieren, dann dauert es mehrere Stunden, bis das Lebensmittel wirklich eingefroren ist. Oftmals besteht auch das Risiko von Gefrierbrand. Im schlimmsten Fall kann ein Stromausfall oder ein defekter Gefrierschrank alles zunichtemachen.

Ich mag unseren Gefrierschrank und freue mich immer wieder, dass wir dort eine Vielzahl an Gerichten und Lebensmittel aufbewahren können. Allerdings handelt es sich bie uns eher um Obst und Fleisch.

6. Lebensmittel in Öl, Essig oder Alkohol haltbar machen

Die letzte mir bekannte Methode zum Konservieren ist das Einlegen. Hier werden einfach die entsprechenden Lebensmittel in Essig, Alkohol oder Öl eingelegt und somit haltbar gemacht. In der Theorie funktioniert diese Methode hervorragend. Doch insbesondere beim Einlegen im Öl kommt es immer wieder zu Problemen.

Gurken in Öl einlegen
Eingelegte Gurken – lecker aber nicht immer sicher

Das Einlegen in Essig oder Alkohol funktioniert jedoch immer. Allerdings muss man auch den Geschmack mögen – und das trifft aus uns nicht zu. Das Einlegen in Öl ist etwas komplizierter, denn im Grunde soll diese Technik Bakterien durch den Luftabschluss unterdrücken. Botulismus-Bakterien, die eine drastische Lebensmittelvergiftung hervorrufen können, lassen sich so aber nicht abtöten und können sich im schlimmsten Fall einfach vermehren.

Ich persönlich rate euch von dieser Methode ab. Die anderen 5 Methoden sind meiner Meinung nach besser für gesundes und sicheres Haltbarmachen geeignet.

Welche Methoden verwendest du, um deine Lebensmittel haltbar zu machen? Schreib doch einfach gerne etwas in die Kommentare.

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